Phase 1: Realkapital entsteht
Investitionen in Fabriken, Netze und Maschinen, gemessen am BIP. Die Schwellenländer bauen am meisten, doch jeder neue Dollar bringt weniger Ertrag als früher.
Stellen Sie sich 100 Garderobenmarken für 50 echte Mäntel vor. Solange nicht alle gleichzeitig abholen, fällt es nicht auf. Genau dieses Missverhältnis beschreibt der Report: weltweit gibt es Finanzansprüche im Wert von rund sechs Jahres-Wirtschaftsleistungen, aber nur gut fünf Jahresleistungen an echten Fabriken, Straßen und Maschinen dahinter. Diese Seite erklärt die Begriffe, zeigt 22 Schaubilder und lässt Sie im Rechner durchspielen, was passiert, wenn Staaten jetzt massiv aufrüsten.
Suchen Sie einen Begriff oder filtern Sie nach Themenfeld. Jede Karte nennt die Abkürzung ausgeschrieben, eine Laien-Definition, ein Alltagsbeispiel und den konkreten Wert aus dem Report.
Jedes Schaubild zeigt eine Zahl aus dem Report mit einem Satz Einordnung darunter. Von der Bewertung der US-Börse bis zur Alterungswelle.
Phase 1 zeigt, wo Realkapital wirklich entsteht, vor allem in China und in Schwellenländern, mit fallender Effizienz. Phase 2 zeigt, wo sich die Ansprüche stauen, in teuren US-Aktien, in deutschen und japanischen Einlagen, in Geldmarktfonds. Phase 3 zeigt, wo die alternde Bevölkerung das Ersparte wieder einlöst, zuerst in Japan, Italien und Deutschland.
Investitionen in Fabriken, Netze und Maschinen, gemessen am BIP. Die Schwellenländer bauen am meisten, doch jeder neue Dollar bringt weniger Ertrag als früher.
Geparktes Kapital sammelt sich in Geldmarktfonds und Einlagen. Es wartet, statt in reale Anlagen zu fließen. Genau hier setzt der Hebel des Rechners an.
Wenn viele zugleich in Rente gehen, holen sie Ersparnisse ab. Der Altenquotient steigt bis 2050 stark, in alternden Ländern zuerst.
Ziehen Sie an den Reglern und sehen Sie zu, wie sich Wirtschaftsleistung, Schuldenquote, Inflation, aufgebautes Realkapital und der Abbau des geparkten Kapital-Staus über zehn Jahre entwickeln. Je mehr Sie aus geparktem Kapital statt aus neuen Schulden finanzieren, desto kleiner bleibt der Zinsanstieg und desto stärker schrumpft die Lücke zwischen Ansprüchen und echtem Kapital.
Was-wäre-wenn-Werkzeug, keine Vorhersage.
Die Welt gab 2025 rund 2.887 Milliarden Dollar fürs Militär aus, der elfte Anstieg in Folge, die Militärlast stieg von 2,4 auf 2,5 Prozent des Welt-BIP, der höchste Stand seit 2009. Deutschland sprang mit plus 24 Prozent auf 114 Milliarden Dollar auf Platz vier und baute seinen Vorsprung vor Frankreich und Großbritannien aus. Die USA gaben 7,5 Prozent weniger aus, aber nur weil 2025 keine neue Ukraine-Hilfe bewilligt wurde, für 2026 hat der Kongress schon über eine Billion Dollar freigegeben.
Drei Frühwarn-Anzeigen auf einen Blick. Der Buffett-Indikator steht bei rund 232 Prozent, weit über der Feuer-Marke von 200. Das Shiller-CAPE bei 41, erst zum zweiten Mal in 155 Jahren über 40. Die BIS-Kreditlücke schlägt ab rund 9 Prozentpunkten über Trend Alarm, dafür liegt im Report kein tagesaktueller Wert vor.
Der Report endet mit Empfehlungen. Hier stehen sie als Gegenüberstellung: links die Wirklichkeit, wie es heute wirklich ist, rechts der Anspruch, also was tragfähig wäre. Keine Anlageberatung, sondern eine Lese-Hilfe, wo Papier und echtes Kapital am weitesten auseinanderliegen und was das praktisch heißt.
Das hier ist ein Szenario-Werkzeug, kein Orakel. Der Multiplikator ist in der Forschung umkämpft (Bandbreite rund 0,4 bis 1,2, meist unter 1). Die Phase-2-Idee vom geparkten Kapital ist eine bewusste, heterodoxe Wette. Und die oft zitierten 12,7 Billionen Dollar in Geldmarktfonds sind eine ungeprüfte Annahme, belegt sind eher rund 7 Billionen allein in US-Fonds.